Mein Baum
Mein Baum
Finden Sie Ihren Erinnerungsbaum und schaffen Sie für Ihre An- und Zugehörigen einen lebendigen Ort des Gedenkens. Ein Baum symbolisiert im Wechsel der Jahreszeiten auf besondere Weise den Kreislauf des Lebens. Mein Baum bleibt – an Ihrem Wunschgedenkort.
Pflanzung des gewählten Baumes bzw. Strauches auf das entsprechende Reerdigungsgrab auf der Lebenswiese
Einpflanzung im Stofftopf aus recyceltem Material im jeweils auf die Beisetzung folgenden Frühjahr oder Spätherbst
6 bis 12 monatige Pflege auf der Reerdigungsgrabstelle auf der Lebenswiese, Entnahme im darauffolgenden Spätherbst
anschließende Lieferung an eine Adresse in Deutschland
Ablauf und Leistungen im Überblick
Der Erinnerungsbaum wird in einem textilen Pflanztopf auf Ihr Reerdigungsgrab auf einer Lebenswiese gepflanzt, wo er Nährstoffe aus der neuen Erde aufnehmen kann. Nach 6-12 Monaten entnehmen wir ihn und übergeben ihn Ihren An- oder Zugehörigen. So kann er am Wunschgedenkort, beispielsweise dem heimischen Garten, seinen finalen Platz finden. Die neue Erde verbleibt in der Grabstelle.
1.450 €
Preis inkl. MwSt. und Auslieferung
Ihren Erinnerungsbaum finden
Ihnen stehen mehrere Baum- bzw. Straucharten zur Auswahl – ausgewählt in Abstimmung mit den örtlichen Gegebenheiten und mit Fokus auf Klimaresilienz und ökologischem Nutzen.
Mein Baum: Blumenesche
Fraxinus ornus | duftender und schmuckvoller Schattenspender
Der 8 bis 15 Meter hohe Baum ist Bienenweide und Insektenmagnet zugleich. Seine üppigen, cremeweißen und duftenden Blütenrispen erfreuen Mensch und Tier. Die Zwergesche ist auch im Herbst ein Blickfang, wenn sich die Blätter gelb bis violett einfärben. Zudem verträgt sie sowohl Hitze und Trockenheit als auch moderaten Frost.
Mein Baum: Französischer Ahorn
Acer monspessulanum | robustes und farbenprächtiges Klimawandelgehölz
Der bis zu 12 Meter hohe, sehr trockenheitsresistente Großstrauch ist ein generöser Futterlieferant: Gelbe, duftende Blüten locken im Frühjahr Insekten an, die geflügelten Nussfrüchte nähren später Nagetiere. Im Herbst färben sich die zahlreichen Blätter leuchtend gelb bis orange und auch Frost toleriert der mediterrane Ahorn.
Mein Baum: Herzbaum
Cercis canadensis | pflegeleichtes Symbol für Liebe und Erneuerung
Der 4 bis 8 Meter hohe Großstrauch ist ein für Bienen wertvoller Frühblüher. Seine rosa bis lilafarbenen Blüten, die direkt an Ästen und Stamm erscheinen, sind essbar. Ganzjährig schmückt sich der Herzbaum mit den namensgebenden purpurroten, herzförmigen Blättern. Der Tiefwurzler verträgt Trockenheit genausogut wie Frost.
Mein Baum: Walnuss
Juglans regia | widerstandsfähiger und langlebiger Schattenspender
Der bis zu 20 Meter hohe, majestätische Baum liefert zuverlässig wertvolle Nahrung für Vögel und Nagetiere. Aus unscheinbaren, windbestäubten Blüten im Mai werden im Herbst aromatische, goldgelbe Walnussfrüchte. Dabei machen weder Frost noch Hitze und Trockenheit dem robusten Walnussbaum zu schaffen.
Mein Baum: Felsenbirne
Amelanchier ovalis | witterungsbeständiger Frühblüher und Herbstfärber
Der meist um die 3 Meter hohe, trockenresistente und wind- sowie winterverträgliche Strauch bietet wertvolle Nahrung für Vögel, Insekten und Raupen. Die weiße Blütenpracht im Frühjahr, essbare dunkle Früchte im Sommer und eine orange-rote Blätterfärbung im Herbst machen ihn das ganze Jahr über wertvoll.
Mein Baum: Scharlach-Eiche
Quercus coccinea | stattlicher Herbstfärber und Schattenspender
Der sommergrüne Solitärbaum kann über 20 Meter hoch werden und beeindruckt mit seiner leuchtend roten Herbstfärbung. Seine Eicheln nähren zahlreiche Vogelarten sowie Wild- und Nagetiere. Die Eiche mit der im Alter zunehmend ausladenden Krone verträgt feuchte bis trockene Böden und ist wind- und klimafest.
Häufige Fragen zum Erinnerungsbaum
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Was ist ein Erinnerungsbaum?
Ein Erinnerungsbaum ist ein lebendiger Ort des Gedenkens. Dafür wird der Baum entweder auf die Grabstelle gepflanzt oder – bei einer Kremation möglich – in einen Topf mit Erde gesetzt, die mit der Asche vermischt wurde.
Bei der Reerdigung wird der Erinnerungsbaum zuerst auf die Reerdigungsgrabstelle gepflanzt und nach einer Wachstumsphase im durchlässigen Stofftopf den An- oder Zugehörigen übergeben. Am Wunschgedenkort wächst er dann als sichtbares Zeichen der Erinnerung weiter.
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Wie funktioniert der Erinnerungsbaum nach der Reerdigung?
Der Erinnerungsbaum wird in einem textilen Pflanztopf auf das Reerdigungsgrab gepflanzt, wo er Nährstoffe aus der neuen Erde aufnehmen kann. Der durchlässige Stofftopf verbessert dabei gegenüber herkömmlichen Pflanztöpfen die Nährstoff- und Wasseraufnahme und fördert ein kompaktes Wurzelwachstum. Nach 6 bis 12 Monaten entnehmen wir ihn und übergeben ihn den An- oder Zugehörigen. So kann er am Wunschgedenkort, beispielsweise dem heimischen Garten, seinen finalen Platz finden. Die neue Erde verbleibt in der Grabstelle.
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Wie kann ich den Erinnerungsbaum Mein Baum bestellen?
Der Erinnerungsbaum Mein Baum ist nur in Verbindung mit einer Reerdigungsgrabstelle auf einer Lebenswiese wählbar. Lebenswiesen befinden sich (Stand 2026):
auf dem Friedhof Warsow bei Schwerin (Mecklenburg-Vorpommern) und
auf dem Kieler Parkfriedhof Eichhof (Schleswig-Holstein).
Eine Lebenswiese-Grabstelle ist fester Bestandteil des Bestattungspaketes Einfach Erde, kann aber auch im Rahmen einer Bestattungsvorsorge bei Ihrem Bestattungsinstitut vor Ort gewählt werden. Hier können Sie beide Vorsorgeoptionen vergleichen. Wenn eine pflegefreie Grabstelle auf einer Lebenswiese für Sie in Frage kommt, können Sie Mein Baum als Zusatzleistung bestellen.
Gut zu wissen: Auch ohne vorherige Vorsorge können sich Ihre Hinterbliebenen im Todesfall oder zu einem späteren Zeitpunkt noch für einen Erinnerungsbaum entscheiden, sofern die neue Erde der verstorbenen Person auf einer Lebenswiese beigesetzt wurde. Der Erinnerungsbaum wird dann über uns (im Rahmen von Einfach Erde) oder über das begleitende Bestattungsinstitut als ergänzende Leistung zur Grabstelle auf der Lebenswiese beauftragt.
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Was kostet der Erinnerungsbaum Mein Baum?
Mein Baum kostet 1.450 € (inkl. MwSt.). In diesem Preis sind folgende Leistungen enthalten:
Pflanzung des gewählten Baumes bzw. Strauches auf das entsprechende Reerdigungsgrab auf der Lebenswiese
Einpflanzung im Stofftopf aus recyceltem Material im jeweils auf die Beisetzung folgenden Frühjahr oder Spätherbst
6- bis 12-monatige Pflege auf der Reerdigungsgrabstelle auf der Lebenswiese, Entnahme im darauffolgenden Spätherbst
anschließende Lieferung an eine Adresse in Deutschland
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Ist der Erinnerungsbaum im Bestattungspaket Einfach Erde enthalten?
Der Erinnerungsbaum ist nicht automatisch Bestandteil des Bestattungspakets Einfach Erde, sondern kann ergänzend hinzugebucht werden, wenn eine Gedenkmöglichkeit an einem persönlichen Erinnerungsort gewünscht ist.
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Wann wird der Erinnerungsbaum gepflanzt und wann umgesetzt?
Der Baum wird im jeweils auf die Beisetzung folgenden Frühjahr oder Spätherbst auf die Reerdigungsgrabstelle gepflanzt und wächst dort mindestens sechs bis maximal zwölf Monate. Im darauffolgenden Spätherbst erfolgt die Entnahme und die Lieferung an die gewünschte Adresse bzw. den endgültigen Standort.
Erfolgt die Beisetzung beispielsweise zwischen April und Oktober, wird der Baum im Spätherbst gepflanzt und verbleibt ein Jahr (bis zum nächsten Spätherbst) auf der Grabstelle. Erfolgt die Beisetzung hingegen zwischen November und März, wird der Baum im Frühjahr gepflanzt und verbleibt ca. sieben bis acht Monate (bis zum kommenden Spätherbst) auf der Grabstelle.
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Wo kann der Erinnerungsbaum stehen?
Der Erinnerungsbaum kann auf allen privaten Grundstücken stehen, bei denen die Eigentümer:innen (sowie mögliche weitere Berechtigte) in die Einpflanzung eingewilligt haben. Das kann der Garten am Haus sein oder aber auch ein Wiesen- oder Waldstück. Wichtig für das Gedeihen des Bäumchens ist, dass Standort, Boden und Lichtverhältnisse gut zur gewählten Baumart passen. Wir empfehlen, den späteren Standort bereits bei der Baumauswahl zu berücksichtigen.
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Welche Baumarten stehen zur Auswahl und sind diese ökologisch sinnvoll?
Zur Auswahl stehen sechs klimaresiliente Baum- und Straucharten, die sich für eine Anpflanzung in Deutschland eignen:
moderate Wuchshöhe (ca. 5 m): Felsenbirne und Herzbaum
mittlere Wuchshöhe (ca. 10 m): Französischer Ahorn und Blumenesche
stattliche Wuchshöhe (ca. 20m): Walnuss und Scharlach-Eiche
Wichtig war uns bei der Auswahl der Erinnerungsbäume, dass sie ökologisch wertvoll sind – beispielsweise als Nahrungsquelle für die heimische Tierwelt – und dass sie einen unverwechselbaren Wesenszug mitbringen, der ihre Rolle als Gedenkbaum widerspiegelt.
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Wie groß ist der Erinnerungsbaum bei der Auslieferung?
Da es sich bei dem Erinnerungsbaum um ein pflanzliches Lebewesen handelt, kann es bei Wachstum und Größe naturgemäß zu individuellen Abweichungen kommen. An folgenden, im Mittel zu erwartenden Baum- bzw. Strauchgrößen können Sie sich dennoch grob orientieren:
Felsenbirne (Amelanchier ovalis) | Wuchshöhe bei Pflanzung Grabstelle: 40-60 cm | möglicher Zuwachs innerhalb 1 Jahres: 20-40 cm | ausgewachsene Wuchshöhe: 2-5 m
Herzbaum (Cercis canadensis) | Wuchshöhe bei Pflanzung Grabstelle: 60-80 cm | möglicher Zuwachs innerhalb 1 Jahres: 30-60 cm | ausgewachsene Wuchshöhe: 4-8 m
Französischer Ahorn (Acer monspessulanum) | Wuchshöhe bei Pflanzung Grabstelle: 40-60 cm | möglicher Zuwachs innerhalb 1 Jahres: 15-30 cm | ausgewachsene Wuchshöhe: 6-12 m
Blumenesche (Fraxinus ornus) | Wuchshöhe bei Pflanzung Grabstelle: 100-125 cm | möglicher Zuwachs innerhalb 1 Jahres: 20-40 cm | ausgewachsene Wuchshöhe: 8-15 m
Walnuß (Juglans regia) | Wuchshöhe bei Pflanzung Grabstelle: 125-150 cm | möglicher Zuwachs innerhalb 1 Jahres: 40-70 cm | ausgewachsene Wuchshöhe: 15-25 m
Scharlach-Eiche (Quercus coccinea) | Wuchshöhe bei Pflanzung Grabstelle: 80-120 cm | möglicher Zuwachs innerhalb 1 Jahres: 30-60 cm | ausgewachsene Wuchshöhe: 20-25 m
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Wer übernimmt die Pflege des Erinnerungsbaumes?
Während der Standzeit auf der Reerdigungsgrabstelle kümmern wir uns bzw. sich Friedhofsgärtner darum, dass der Erinnerungsbaum regelmäßig kontrolliert und gegossen wird. Sollte das Bäumchen aufgrund von Starkwetterereignissen o.ä. Schaden nehmen, wird es von uns kostenfrei ersetzt und die An- oder Zugehörigen entsprechend informiert.
Nach der Aushändigung an der gewünschten Lieferadresse liegt die Standortauswahl, Pflanzung und Pflege des Erinnerungsbaums bei den An- oder Zugehörigen bzw. den Eigentümer:innen des Grundstücks. Neben der Wahl eines geeigneten Standortes sind in den ersten zwei bis drei Jahren v.a. regelmäßiges Wässern und Kontrollieren des Bäumchens besonders wichtig.
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Können sich meine An- und Zugehörigen auch später noch für einen Erinnerungsbaum entscheiden?
Ja, Hinterbliebene können sich bis ein Jahr nach der Beisetzung für einen Erinnerungsbaum entscheiden. Dieser wird dann in der nächsten Pflanzperiode auf der Reerdigungsgrabstelle gepflanzt und im darauffolgenden Spätherbst entnommen und ausgeliefert.